Glanzleitungen der deutschen Mastersteams beim WMH IWC 2026
Tag drei bringt Siege in allen Altersklassen
29. March 2026
Auch an Tag drei zeigen unsere deutschen Masters Teams Glanzleistungen in Nottingham. Alle Mannschaften konnten ihre Spiele am heutigen dritten Spieltag für sich entscheiden und kommen so dem Weltmeistertitel ein Stück näher.
W55 - Am Ende wird alles gut!
Am dritten Turniertag traf die W55 mit Schottland auf den wahrscheinlich stärksten Gruppengegner. Entsprechend nervös startete man ins Spiel und auch das frühe 1:0 durch Britt Hansen schaffte da keine Abhilfe. Im Gegenteil: Die wenigen Chancen der deutschen Damen blieben ungenutzt, selbst eine doppelte Unterzahl der Schottinnen im zweiten Viertel brachte keinen deutschen Torerfolg. Im dritten Viertel gelang Turnierneuling Stefanie Duhme dann das erlösende 2:0. Schottland nutzte aber prompt eine deutsche Unterzahl zum Anschlusstreffer. Folglich ging es mit einem knappen 2:1 ins Schlussviertel und hier galt dann: „Gut, wer eine Claudi im Team hat!“ Mit zwei sehenswerten Treffern in der 34. und in der letzten Spielminute - Schottland hatte inzwischen die Torfrau gegen eine sechste Feldspielerin getauscht – stellte Claudia Klatt den deutschen Sieg sicher. Damit führt die W55 weiter die Tabelle an und hat gute Chancen auf die erfolgreiche Titelverteidigung.
W50 gewinnt 4:1 gegen England mit starker Leistung
Im dritten Gruppenspiel ging es für die w50-Damen gegen England.
Die Engländerinnen machten ein gutes Spiel, allerdings waren die 50er-Damen von Beginn an hochmotiviert und fanden gegen das Spiel der Engländerinnen immer eine Lösung. Zudem konnten die deutschen Damen mit Marion Rodewald, die ins Turnier einstieg, neue Impulse setzen. Bereits in der dritten Minute brachte Franzi Löwe das Team mit einem wieder einmal sehenswerten Tor aus spitzen Winkel in Führung. In den folgenden Vierteln fiel jeweils ein Tor durch Franzi Löwe, Sandra Wernicke und Britta Rossius. Insgesamt hatten die ü50-Damen das Spiel über die 40 Spielminuten im Griff, jedoch war das Spiel auch geprägt von etlichen Schüssen auf das deutsche Tor, die durch die Torfrau Kathrin Jacobsen, aber auch von der auf der Linie stehenden Annika Thiele beeindruckend abgewehrt wurden.
Erst in der 40.Minute fand die neunte kurze Ecke für die Engländerinnen dann doch den Weg ins Tor und damit endete das Spiel durch eine starke kämpferische Leistung, taktische Disziplin und dem absoluten Willen der deutschen 50er-Damen mit 4:1.
Nun wartet im letzten Gruppenspiel noch die Niederlande - im Fokus steht ein Sieg, um als Gruppenerste direkt ins Finale am Dienstag einzuziehen und in den Genuss eines Rest-Days zu kommen.
M55 - Mit Doppelspieltag gegen Wales und Schottland zum Gruppensieg
Die M55 setzt ein weiteres Ausrufezeichen. Gegen den amtierenden Vizeweltmeister Wales ging man schon in der ersten Minute in Führung und kontaktete sich bis zur Halbzeit auf 6:0 hoch. Auch wenn die Waliser der bis dahin stärkste und strukturierteste Gegner waren, ließen die Deutschen keine Fehler zu und siegten nach 40 Minuten souverän mit 13:0. Sechs Stunden später dann das letzte Gruppenspiel gegen Schottland. Trotz der Devise „kein Risiko, keine Verletzungen“ spielten die Deutschen bis zur Schlusssirene voll engagiert gegen griffige und motivierte Schotten. Auch hier der Sieg ungefährdet: 4:0 nach 8 Minuten, 6:0 zur Halbzeit, erst drei Minuten vor Schluss gelang Schottland der Ehrentreffer. Mit dem 11:1-Sieg schraubten die Deutschen ihre phänomenale Torbilanz zum Ende der Gruppenphase auf 64:2 (!) und gehen als Gruppenerster ins Halbfinale. Gegner am Montagnachmittag ist voraussichtlich England.
In den beiden Samstagspielen trafen: Gabor Zulauf-Hennersdorf (8 Tore), Carsten Eimer (5), Andreas Dolge (3), Stefan Kloos (3), Lars Brenneke (2), Oliver Schröder (1), Sven Muckelmann (1) und Andreas Hatz (1).
Ecke gegen Schottland: Der Abwehrspieler kann nur mit dem Fuß auf der Linie klären; Zulauf-Hennigsdorf verwandelt den folgenden Siebenmeter.
M65 - Die Deutsch-Amerikanische Freundschaft lebt!
Zumindest in der Hockeywelt und ganz speziell bei dem Indoor World Cup in Nottingham. Der Beweis: Beim Gruppenspiel der deutschen M65 Nationalmannschaft gegen die USA ging es immer fair und freundschaftlich zu. Trotz eines ziemlich einseitigen Spiels.
Zunächst zum Unwichtigen: Die Deutsche Nationalmannschaft gewann 20:0 (10:0). Die Torschützen waren:
Adi Rheder (5), Georg Dickmann (3), Detlef Zwicker (3), Michael Fredershausen (3), Dirk Wellen (2), Bertold Bonanni (2), Uwe Menzel (1), Sedat Kiran (1)
Viel wichtiger aber war, dass das Miteinander eigentlich größer war als das Gegeneinander. Schon vor dem Spiel "Shakehands" und ein kurzes, nettes Gespräch, im Spiel immer fair und konstruktiv und dann eine herzliche Verabschiedung mit einem gemeinsamen Gruppenfoto und noch ein paar nette Gespräche. Hier beim Hockey ist die Welt noch in Ordnung! Da sollten sich einige ein Beispiel nehmen…