hero image

6x Gold, 7x Silber & 1x Bronze

Nur Medaillen für unsere deutschen Teams

10. April 2026

Rund eine Woche nach der Masters Hallen-Weltmeisterschaft in Nottingham, soll nun noch einmal auf die spannenden Finals zurückgeblickt werden. 14 Teams bringen 14 Medaillen nach Hause, eine herausragende Leistung der deutschen Hallenhockey Ü-Nationalmannschaften!

W55 - „Wir waren heute einfach nicht gut genug.“

Das war das ehrliche Fazit nach dem WM-Finale gegen die Niederlande. Dabei startete die W55 gut ins Spiel und erzwang mehrere Strafecken, von denen Svenia Podlowski mit Abpfiff des ersten Viertels endlich eine zum 1:0 im holländischen Tor versenkte. 

Leider lief danach nicht mehr alles so gut zusammen. Holland bestimmte das Spiel zunehmend, glich im zweiten Viertel aus und ging nach der Halbzeitpause sogar mit 2:1 in Führung. Leider konnte das deutsche Team auch die zweimalige Überzahl aufgrund gelber Karten für den Gegner nicht nutzen, um auszugleichen – entweder die gute Torhüterin der Niederlande oder der Pfosten standen im Weg. Mit Beginn des letzten Viertels erhöhte Holland dann auf 3:1. Deutschland „opferte“ 5 Minuten vor Schluss die Torhüterin zugunsten einer sechsten Spielerin, erhöhte den Druck und erzielte in der 40. Minute durch Claudia Klatt den Anschlusstreffer. 

Als nur noch wenige Sekunden auf der Uhr standen, entschied der Schiedsrichter nochmals auf Strafecke für Deutschland – diese und die Folgeecke (nach Ende der regulären Spielzeit) fanden leider nicht mehr den Weg ins gegnerische Tor. Holländischer Jubel und Enttäuschung auf der deutschen Bank beendeten das W55-Finale der Hallen-WM.


Ein riesengroßes Dankeschön geht an das perfekte Team hinter dem Team: Trainer Malte Hennings, Physio Douglas Mills und Managerin Louisa Winkler.

W50 - Finale gegen NED endet mit der Silbermedaille

Der letzte Tag in Nottingham stand an und die W50-Damen gingen hochkonzentriert in das Finalspiel gegen die Niederländerinnen.

Das deutsche Team nahm von Beginn das intensive Spiel an und Anja Rodenbröker konnte direkt mit zwei gut geschossenen kurzen Ecken das Team mit 2:0 in Führung schießen (6.Spielminute). Anders als im Gruppenspiel waren es dann leider die deutschen die drei Unterzahlphasen überstehen mussten und so gelang es den Niederländerinnen im dritten Viertel den 2:2 Ausgleich zu erzielen. Nun wurde das Spiel endgültig wieder einmal zu einem sehr körperbetonten Schlagabtausch. Zu Beginn des vierten Viertels brachte dann ein Doppelschlag die Niederländerinnen glücklich und ungewöhnlich mit einem von oben herunterfallenden Ball 2:4 in Führung (33.Spielminute). Nun kämpften die deutschen Damen mit allem was sie hatten und konnten mit einer weiteren kurzen Ecke durch Anja Rodenbröker drei Minuten vor Abpfiff den 3:4 Anschlusstreffer erzielen. Die w50-Damen warfen alles auf den Platz, doch leider reichte es am Ende trotz weiteren kurzen Ecken in der letzten Spielminute nicht und so mussten die w50-Damen den Niederländerinnen die Goldmedaille überlassen.

Die Tormaschinen-Krone des w50-Turniers blieb allerdings im deutschen Team: Franzi Löwe setzte sich mit neun Toren gegen die anderen Spielerinnen durch! Herzlichen Glückwunsch!

Trotz der Enttäuschung bleibt den deutschen W50- Damen die Silbermedaille, die mit Stolz getragen werden darf, und die Erinnerung an eine intensive Zeit mit einem tollem Team!

 W60 - World Cup Finale GER – ENG 9:4

Mit großer Spannung ging es ins Finale. Unser Trainer hat uns mit den Worten: „Wir sind das starke Team. Fokus auf UNSER Spiel, dann läuft das alles! Geht’s raus und spielts Hockey“ auf das Endspiel eingestellt. Es galt, alles außerhalb unseres Spiels auszublenden, an uns zu glauben und unser Können abzurufen.

Wir gingen das Spiel hochkonzentriert und effizient an und haben die Engländerinnen von Beginn an unter Druck gesetzt. Mit vier verwandelten Ecken im ersten Vierteln war eine gute Grundlage gelegt. Durch schönes Zusammenspiel konnten wir die Führung bis zur Halbzeit auf 6:1 erhöhen. Im dritten Viertel wurde ENG stärker, aber wir hielten gut dagegen und konnten trotz zweier Gegentore auf 9:3 – auch die für das Endspiel aufgehobene Zauberecke funktionierte – davonziehen. Bis zum Spielende konnte ENG noch durch einen Penalty auf 9:4 verkürzen. Dann war es geschafft! Wir sind WELTMEISTER. Und wir haben den Titel ungeschlagen durch eine enorm starke Teamleistung während des gesamten Turniers verdient gewonnen.

Torschützen: Antje Geldsetzer (3), Kika Schön (3), Carol Jungen (2), Bettina Bürkle (1) Eckenverhältnis: 9:5

Das starke Team D: Bettina Bürkle, Antje Geldsetzer, Manuela Illgen, Carol Jungen, Babette Klitz, Daniela Mai, Dagmar Moog-Schäfer, Franziska Schön, Susanne Schneider-Tubbesing, Linda Ungeheuer, Tania Welte-Haake,

Yannick Nolte (Trainer) und Henning von Wolff (Teammanager)

Großen Dank an alle, die uns unterstützt haben: unser Trainer YN, der uns auf jedes Spiel fabelhaft eingestellt hat, HvW, der alles rund um die Spiele gemanagt hat, Uwe Hübner, unser Mädchen für alles, unsere Physios von der Uni Nottingham, Family & Fans vor Ort und zu Hause.

W65 - Grandios - das W65-Team ist Weltmeister!

Mit beeindruckendem Teamgeist und großem Einsatz sichern sich neun Spielerinnen den Weltmeistertitel für Deutschland. Fünf Spiele, fünf Siege - eine perfekte Turnierleistung!

Im Tor überzeugt Annette („Netti") Brunner mit starken Paraden. In der Abwehr sorgen Corinna Bremer, Charlotte Stucke und Andrea Weiermann-Lietz für Stabilität und Übersicht. Das Mittelfeld wird souverän von Karola („Carry") Adam und Andrea („Mausi") Wiebicke geführt, während im Sturm Carmen Meinke, Kirsten Ruttkies und Gaby Bethke-Röhricht mit Durchschlagskraft und Spielfreude glänzen.

Auch im Finale gegen Schottland zeigt das Team seine Klasse und gewinnt verdient mit 4:0. Selbst die schottische Spielmacherin Ali MacFarlane zeigt sich beeindruckt von der starken deutschen Leistung und gratuliert fair zum Sieg.

Ein unvergessliches Event, eine herausragende Mannschaftsleistung und am Ende der verdiente Lohn: Weltmeisterinnen! 

Danke: Trainer Yannick Nolte!

Danke: Teammanager Henning von Wolff

M65 - Deutsche M65 erster Weltmeister in der 65-Altersklasse

Für die Altersstufe der M65 war es die erste Hallenhallenweltmeisterschaft überhaupt. Wir waren auf das, was auf uns zukommt, sehr gespannt.

Zum ersten Lehrgang in Essen Ende Januar hatten sich 14 Feldspieler und vier Torleute als Interessierte gemeldet. Somit war es die Aufgabe des Trainers, Jens Lüninghöner, die richtigen Spieler zu nominieren. In einem weiteren Lehrgang in Essen gemeinsam mit der M60 und in Leuna und Osternienburg wurde die Grundlagen für eine erfolgreiche Teilnahme an den Indoor-World-Cup in Nottingham gelegt.

Die Spielplan-Erstellern haben es gut mit uns gemeint: Vier Spiele in den ersten vier Tagen, dann ein möglicher freien Tag und am sechsten Tag das mögliche Finale.

Nachdem das gesamte Team am 25. März in Nottingham ankam, ging es am Tag danach sofort gegen Wales gut los: das Ergebnis 9:1 für Deutschland. Am zweiten Turniertag hieß der Gegner Schottland und auch hier gab es am Ende ein klares 11:2 für uns. Im dritten Spiel am dritten Tag gegen die USA waren acht der zehn Feldspieler am 20:0 Endergebnis mit Toren beteiligt.

Waren die ersten Spiele noch leicht zu gewinnen, wartete nun mit England ein deutlich stärkerer Gegner auf uns. Die Engländer hatten in ihren drei Spielen sogar ein um ein Tor besseres Ergebnis und somit musste unbedingt ein Sieg her, um den freien Tag zu bekommen. Die Nervosität war dem Team anzumerken; die beiden Torhüter Robert Hochspach und Christian Monzel aber wuchsen über sich hinaus und hielten beide sogar einen Siebenmeter. Aufbauend auf diesem starken Rückhalt brachten Adi Rehder mit einem Siebenmater und Dirk Wellen mit zwei gelungenen kurzen Ecken das Team nach einem 0:1 der Engländer ebenfalls durch eine kurze Ecke auf die Siegerstraße und damit war uns der freie Tag sicher.

Im Finale stand das englische Team uns erneut gegenüber. Jens Lüninghöner hatte die Mannschaft richtig eingeschworen und das zeigte sich sofort: In der dritten Minute machte Detlef Zwicker ein wunderschönes Tor und Dirk Wellen legte mit einer gut gelungenen kurzen Ecke Kombination in der sechsten Minute nach und schon stand es 2:0. In der 14. Minute verkürzten die Engländer noch auf 2:1, aber die Abwehr stand erneut sicher und ließ kein Tor mehr zu. In der 40. Minute erhöhte Adi Rehder noch auf 3:1. Die anschließende Freude war groß: Wir waren der erste Hallenweltmeister in der Altersklasse der M65.

Erwähnenswert ist noch, dass Adi Rehder mit 17 Tore erneut Torschützenkönig in dieser Altersklasse wurde. Mit Dirk Wellen und Detlef Zwicker hatten wir zwei Weltmeisterväter (Väter von Niklas Wellen und Martin Zwicker) in der Mannschaft. Die Engländer hatten fast ausschließlich ehemalige Feld- Nationalspieler eingesetzt.

An dem Erfolg waren folgende Spieler beteiligt: Berthold Bonanni, Georg Dickmann , Michael Fredershausen, Herman Hartevelt, Robert Hochspach, Sedat Kiran, Uwe Menzel, Christian Monzel, Andreas Rehder, Klaus Schabel, Dirk Wellen und Detlef Zwicker sowie Jens Lüninghöner (Trainer), Iris König (Physio) und Teun Hermans (Teammanager).

M55 - Die Leere danach

Was soll man schon schreiben, wenn man gerade ein Finale verloren hat? Es fühlt sich grässlich an, alles leer. 

Du bist top vorbereitet und gehst mit einem klaren Ziel vor Augen in das letzte Spiel des Turniers. Dein Team hat irre dominant gespielt, will nur noch eines: Weltmeister werden. Und dann... ist 40 Minuten später... alles anders.

Drehen wir die Uhr kurz zurück: 12 Uhr Ortszeit, Anpfiff gegen Niederlande. Respekt auf beiden Seiten. Und dann geht der Gegner in Führung. Kein Thema, gerade mal 4 Minuten gespielt. Du versuchst alles, aber nichts gelingt. Deine Ecken werden auf der Linie gehalten, wo sonst die Kombination ihren Weg ins Tor findet, wird sie jetzt unterbrochen. 

Und der Gegner? Dem gelingt alles. 2:0 zur Viertelpause. 6:0 zur Halbzeitpause. Auch die Standpauke des Coachs zeigt keinen Effekt. Aber du kommst doch langsam ins Spiel, schießt nach 25 Minuten das erste Tor zum 1:7. Aber da ist es fast schon zu spät. 

Du haderst mit schwer verständlich zu scheinenden Schiedsrichterentscheidungen, du kriegst Karten gegen dich. Du bäumst dich ein letztes Mal auf, spielst in Überzahl ohne Torhüter, schießt dich langsam ran auf 3:7.  Aber da ist nur noch eine Minute zu spielen, der Titel in weiter Ferne.

Am Ende steht es 4:8 - und du fragst dich: Wie konnte es dazu kommen? Das Finale verloren, den ersehnten WM-Titel verloren. Aber morgen, wenn du aufwachst, denkst du langsam daran, dass du Silber gewonnen hast und Vizeweltmeister bist.

Gratulation an die M55!

Für Deutschland spielten: Matthias Martens (GK), Michael Kuhn (GK), Sven Schoppe (2Tore), Lars Brenneke (6), Sven Muckelmann (5), Stefan Kloos (11), Gabor Zulauf-Hennersdorf (22), Oliver Schröder (5), Glenn Eifert, Carsten Eimer (12), Andreas Dolge (10), Andreas Hatz (1)   
Coaching: Paddy von Danwitz, Götz Müller. Team Manager: Diana Müller, Julius Müller.

M35 - Der Weg zu Gold

Nach einer intensiven Vorbereitung mit 2 Lehrgängen in Hamburg und Berlin reiste die deutsche M35 Nationalmannschaft mit großen Erwartungen an und erfüllte sie mit einem beeindruckenden Turnierlauf, der in einem verdienten Weltmeistertitel gipfelte.

Deutschland startete mit furiosen Ergebnissen in die Gruppenphase und ließ keinen Zweifel an seinen Titelambitionen.  Mit drei Siegen aus drei Spielen und einem Torverhältnis von 28:5 sicherte sich die M35 klar den Gruppensieg. Die Ergebnisse stimmten, die Leistung ließ allerdings noch Luft nach oben, da man zunächst auch in jedem Spiel hinten lag und erst hinten raus die Spiele drehen konnte.

Im Halbfinale traf die M35 ein zweites Mal auf Wales und endlich konnte man auch die souveräne Präsenz ausstrahlen, die man sich vorgenommen hatte. Das Team dominierte in jeder Phase des Spiels: schnelles Umschalten, konsequente Abschlüsse und hohe Effizienz bei Standardsituationen. Spätestens nach dem 12:2 Sieg war klar: Deutschland ist in Topform und bereit für den Titel.

Das Endspiel gegen Australien wurde zu einer Demonstration deutscher Stärke. Da Australien die Begegnung in der Vorrunde nach einer frühen roten Karte zu drei Vierteln in Unterzahl bestreiten musste, war der deutliche Vorrundensieg nicht sonderlich aussagekräftig. Mit beeindruckender taktischer Disziplin, starker Defensive und variantenreichem Angriffsspiel kontrollierte Deutschland das Finale jedoch über die gesamte Spielzeit. 

Besonders hervorzuheben ist die mannschaftliche Geschlossenheit und die taktische Reife, die das Team im Laufe des Turniers entwickelt hat und auch die Offensivpower war herausragend: Sebastian Lehrke (15 Tore) und Martin Marquardt (10 Tore) führten die Torschützenliste an.

Alle Spiele unserer Danas und Honamas live und kostenfrei

Hauptpartner

Premium-Partner

Partner

Mit Unterstützung durch