36. Walter-Mayer-Gedächtnisturnier

Comenius-Schule Essen gewinnt Traditionswettbewerb

Mönchengladbach. Kaum ist der erste Jubel über den klaren Erfolg verklungen, da haben die Spieler des Special-Hockeyteams Mönchengladbach schon aufmunternde Worte für ihren Gegner, die Comenius-Schule Essen II, parat. Das 5:0 in der Gruppenphase des Walter-Mayer-Gedächtnisturniers kann den guten Beziehungen der beiden Mannschaft nichts anhaben. "Wir kommen immer wieder gerne hierher, weil es ein Treffen unter Freunden ist. Das gilt sowohl für die Spieler als auch für die Betreuer", sagt Ute Eckertz. Die Sonderschullehrerin ist mit den Essener Hockey-Spielern Stammgast beim traditionsreichen Hockey-Turnier für Menschen mit geistiger Behinderung. Zur 36. Auflage ist die Schule, die 1999 erstmals teilnahm, mit zwei Mannschaften und insgesamt 15 Aktiven angereist. "Für unsere Spieler ist das Turnier einer der absoluten Jahreshöhepunkte, denn ansonsten haben sie nur selten Gelegenheit, sich mit anderen Mannschaften zu messen", sagt Ute Eckertz.

Und so sind in der Sporthalle Mülfort auch alle anderen Teilnehmer gute alte Bekannte, die immer wieder gerne nach Mönchengladbach kommen - sei es die Werkstätten aus Hemmerden und Dürkheim oder das niederländische Team aus Arnheim. Organisiert wird das Turnier, das an Walter Mayer erinnert, der vor etwa 40 Jahren mit seiner Frau Ottima begann, mit geistig behinderten Kindern Hockey zu spielen, vom Rheydter SV und der Stadt. Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners steht für die Sportler für drei Stunden alles im Zeichen des gelben Hallenballs - das gilt auch für den Lokalmatador. "Für die Spieler ist es das Highlight schlechthin, deswegen nehme ich zu diesem Turnier auch alle mit. Den Spielern geht es gar nicht so sehr darum, wie viel sie zum Einsatz kommen. Hauptsache, sie sind überhaupt dabei", sagt der Trainer des Gladbacher Special-Hockeyteams, Claus Heinze. Die erste seiner beiden Mannschaften erreicht auch das Halbfinale und belegt am Ende den vierten Rang. Die Comenius-Schule dagegen darf sich über den ersten und den dritten Platz freuen.

Doch bei allem Ehrgeiz steht bei allen Teilnehmern letztlich doch das Erlebnis über dem Ergebnis - spätestens bei der Siegerehrung der 36. Turnierauflage, bei der die Mayer-Söhne Richard, Walter, Wolfgang und Uli erneut jedem Hockeyspieler noch eine Tüte mit Präsenten überreichen.

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